Bayerische Kader-Schiedsrichter bestens vorbereitet auf die neue Saison

Die neue Saison kann kommen: Die bayerischen Kader-Schiedsrichter haben ihre Vorbereitung erfolgreich abgeschlossen. In drei Lehrgängen in Dinkelsbühl, Bischofsgrün und Ottobeuren wurden insgesamt 58 Schiedsrichter-Teams aus den A-, B- und Förderkadern intensiv auf ihre Aufgaben für die kommende Spielzeit vorbereitet.
Fitness, Regelkenntnis und Spielvorbereitung
Auf dem Programm standen neben einem Rückblick auf die vergangene Saison vor allem die Vorbereitung auf die neue Spielzeit und die aktuellen Schwerpunkte des DHB. Alle Teilnehmer absolvierten einen Shuttle-Run sowie Regel- und Videotests. Auch die BHV-Coaches nahmen an den Lehrgängen teil und absolvierten dieselben Inhalte.
Weitere Schwerpunkte waren die körperliche Vorbereitung, Fitness und Spielvorbereitung der Schiedsrichter sowie Anpassungen im Coachingbereich. Peter Wagner und Florian Müller zeigten sich mit den Leistungen und dem Engagement ihrer Schiedsrichter insgesamt sehr zufrieden.
Persönlichkeit als wichtiger Bestandteil der Schiedsrichterarbeit
Ein besonderer Fokus lag in diesem Jahr auf dem Thema Persönlichkeit und insbesondere auf der emotionalen Intelligenz. Personalcoach David Holzer gestaltete dazu einen Workshop mit zahlreichen Gruppenübungen. Als ehemaliger Zweitligaspieler konnte er dabei auch die Perspektive von Spielern und Trainern einbringen. Der Workshop stieß bei den Teilnehmern auf große Resonanz.
Auch Thomas Hörath, selbst Schiedsrichter in der 2. Liga des DHB, referierte zum Thema Persönlichkeit und B-Bereich.
Keine neuen Regeln – aber verschärfte Auslegung in einzelnen Bereichen
Für die kommende Saison gibt es keine grundlegenden Regeländerungen. In einigen Bereichen werden bestehende Vorgaben allerdings konsequenter betrachtet. Dazu gehört insbesondere das Thema lange bzw. künstliche Fingernägel.
Lange oder künstliche Fingernägel stellen eine Verletzungsgefahr dar und sind daher nicht zulässig. Hintergrund ist unter anderem ein Vorfall, bei dem eine Spielerin durch Fingernägel tiefe Kratzspuren am Oberarm erlitt.
Im Rahmen der technischen Besprechung soll künftig nochmals ausdrücklich auf die korrekte Fingernagellänge hingewiesen werden. Nach Regel 4.9 bestätigt der Mannschaftsverantwortliche mit seiner Unterschrift die ordnungsgemäße Ausrüstung aller Aktiven – dazu gehört auch die korrekte Fingernagellänge.
Stellen die Schiedsrichter nach dem Spielbericht einen entsprechenden Mangel fest, muss dieser behoben werden, bevor die betroffene Person wieder eingesetzt werden kann. Bei Unsicherheit können die Nägel bereits vor dem Spielbericht den Schiedsrichtern gezeigt werden, die über die Zulässigkeit entscheiden.
Können künstliche Nägel nicht gekürzt bzw. entfernt werden, ist ein Einsatz nicht möglich.
Damit sind unsere Kader-Schiedsrichter bestens vorbereitet und freuen sich auf den Start in die neue Saison.



























